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Die argentinische Küche wurde zweifelsohne sehr stark von italienischen Einwanderern geprägt. Pizza und Ravioli finden Sie ebenso auf (fast) jeder Speisekarte wie Caneloni oder Gnocchi (in Argentinien Ñoqui), wobei vor allem die Pizza unglaublich lecker ist. Weitere typische und sehr leckere Gerichte sind Empanadas, mit Hackfleisch, Huhn, Gemüse oder auch Käse und Schinken gefüllte Teigtaschen; kleine Gemüsekuchen genannt Tartas, und vor allem im Norden des Landes auch die sogenannten Humitas, die aus einer Masse aus Mais, Paprika, Schaloten, Eiern und Käse bestehen, welche verschnürt in einem Maisblatt serviert werden. Fleischfans kommen in Argentinien voll auf ihre Kosten. Eine Besonderheit in diesem Zusammenhang sind die sogenannten „Asados“. Ein Asado ist nicht „nur“ ein schlichtes Essen, in dessen Verlauf viel Fleisch verputzt wird. Vielmehr handelt es sich um eine echte „Fiesta“, bei der die ganze Familie zusammenkommt und die Zubereitung, d.h. das Grillen verschiedener Fleischstücke, regelrecht zelebriert wird. Auch in den „Parrillas“ (Grillrestaurants) kann man ein Asado oder Teile davon geniessen. Essen Sie gerne Süsses, sind Sie in Argentinien ebenfalls gut aufgehoben. Besonders empfehlenswert ist die sogenannte „dulce de leche“, eine sehr süsse karamelartige Créme, die zubereitet wird, indem man Zucker und Milch miteinander verkocht. Mit dulce de leche verhält es sich ähnlich wie mit Nutella, d.h. man kann es pur löffeln, aufs Brot oder auf Kekse schmieren, bei der Zubereitung von Kuchen und Torten mitverarbeiten und und und.... Eine weitere Leckerei stellen „media lunas“ dar, kleine halbmondförmige Croissants, die sich sehr gut zum Frühstück verspeisen lassen.
Mate (eine Art von Tee) trinken ist in Argentinien mehr, als nur blosses Durstlöschen. Es ist vielmehr eine gemeinschaftsstifende Handlung, sei es z.B. in der Arbeit oder bei Materunden mit Freunden und/oder der Familie. Denn nicht jeder trinkt seinen eigenen Mate. Eine Person, bei Einladungen zum Mate trinken der Gastgeber, bereitet den Mate in der Kalebasse (Mate Trinkgefäss aus der Frucht des Flaschenkürbisses geschnitzt) zu. Dies erfolgt auf eine ganz bestimmte Weise. Schliesslich hält man das Gefäss in Händen: mit heissem Wasser aufgegossener Mate, aus dessen Mitte die sog. Bombilla (silbernes Saugröhrchen, das sich unten wie ein Löffel verbreitert, aber dort auch als Sieb fungiert) herausragt. Man saugt die Flüssigkeit heraus und gibt die Kalebasse an den Spender zurück, dieser giesst aus einer Thermoskanne erneut heisses Waser auf und reicht sie einem anderen weiter. Und so macht der Mate die Runde immer wieder aufs Neue. Wenn man nicht mehr weitertrinken möchte, bedankt man sich, wenn man die Kalebasse an den Spender zurückgibt. Das mag Ihnen vielleicht etwas ungewöhnlich erscheinen, ist aber ein sehr schönes und lohnenswertes Erlebnis. Auch der Mate wird Ihnen mit seinem typisch bitteren Geschmack zu Beginn vielleicht gewöhnungsbedürftig erscheinen. Manche trinken ihn deshalb (oder auch gegen Hunger) stark gesüsst. Mate enthält Minerale wie Kalzium, Schwefel, Eisen und Kalium, sowie Vitamin C, Zucker, Koffein.... Also ein rundum gesundes Getränk
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