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Europäischer Freiwilligendienst (EFD) mit COINED

Die Kommission für Bildungsaustausch e.V. COINED ist als Entsende-und Koordinierende Organisation des EU-Programms Europäischer Freiwilligendienst (EFD) Aktion 2 des Programms Jugend in Aktion anerkannt, unter der Ziffer 2007-DE-263.
Aktuell hat die Kommission für Bildungsaustausch e.V. COINED 10 EFD-Stellen in Lateinamerika (Costa Rica, Ecuador, Nicaragua, Panama, Uruguay), Spanien und Afrika (Guinea Bissau) zu vergeben! Die Abreise soll zwischen 01.06.2010 und 01.07.2010 erfolgen, die Dauer beträgt 12 Monate.
Bewerbungsunterlagen können unter efd@intercoined.org angefordert werden, der Bewerbungsschluss ist der 01.04.2010.
Was ist der Europäische Freiwilligendienst?
Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist ein von der EU gefördertes Programm, das Jugendlichen und jungen Menschen von 18 bis 25 Jahren ermöglicht, für eine begrenzte Zeit im europäischen (in selteneren Fällen auch im aussereuropäischen-) Raum zu leben und in einer gemeinnützigen Organisation zu arbeiten. Die Freiwilligen lernen ein anderes Land, eine andere Kultur und eine andere Sprache intensiv kennen - nicht als Arbeitnehmer oder Zivildienstleistender, nicht als professioneller Erzieher oder Betreuer, sondern als Freiwillige/r auf Taschengeldbasis und auf begrenzte Zeit. Der EFD ist kein Ersatz für den Wehr- oder Ersatzdienst und kein Praktikum, sondern ein Volunteering mit einem EU-Stipendium. Für den Freiwilligen ist das Programm quasi kostenlos, das heißt Unterkunft, Verpflegung, Flug, Taschengeld, Versicherung und sprachliche Unterstützung werden von dem Stipendium bezahlt. Weitere Informationen zum EFD finden Sie auch auf der Seite Go4europe und Jugend in Aktion.
Wie wird man Europäischer Freiwilliger mit COINED als Entsendeorganisation?
Wir nehmen Sie gerne in unseren EFD-E-Mail-Verteiler auf. So werden Sie über verfügbare EFD-Stellen informiert. Gerne senden wir Ihnen auch weitere nützliche Tipps zur Informationsbeschaffung, zum Ablauf des Programms und zum Bewerbungsprozedere zu.
Bitte schreiben Sie uns zur Aufnahme in den EFD-E-Mail-Verteiler oder für weitere Fragen zu diesem Programm eine E-Mail an efd@intercoined.org

Europäische Freiwillige mit COINED in ihrem Projekt in Barcelona
Bericht über die Entsendung von 50 StipendiatInnen mit dem EFD nach Argentinien (März bis September 2009):
Mitte März 2009 durften 50 Freiwillige mit der Unterstützung des EU-Programms und die Entsendung durch COINED nach Córdoba/Argentinien reisen, um dort 6 Monate lang einen europäischen Freiwilligendienst zu absolvieren. Außerdem haben wir auch dieses Jahr wieder mehrere Freiwillige mit dem EFD nach Spanien entsendet, die dort in verschiedenen Projekten tätig waren.
Fotopräsentation über den EFD in Argentinien (pdf, 82 MB)
Unter bestimmten Voraussetzungen werden `europäische´ Freiwilligendienste auch im aussereuropäischen Ausland gefördert. Unser gefördertes EFD-Projekt in Argentinien hatte zum Ziel, die europäische Solidarität über die Grenzen Europas hinaus zu tragen. 90% der argentinischen Bevölkerung stammt von Europa ab, da das Land seit dem 19. Jahrhundert immer wieder starke Einwanderungswellen aus Europa erlebt hat. Während Argentinien in manchen Jahrzehnten des letzten und vorletzten Jahrhunderts ein Einwanderungsland mit starker Anziehungskraft für Europäer war, das mehr Wohlstand versprach, hat das lateinamerikanische Land in den vergangenen Jahren gravierende Wirtschaftskrisen und eine damit einhergehende politische und soziale Instabilität erlebt, welche die Armut ansteigen liess. Aus dem ehemaligen Einwandererland ist plötzlich ein Auswandererland geworden: die Wirtschaftskrise 2001 hat viele Argentinier „zurück“ nach Europa getrieben, auf der Suche nach besseren Arbeitsmöglichkeiten. Im Rahmen des EFD in Argentinien haben die Freiwilligen die Möglichkeit, ein Stück der kollektiven europäischen Solidarität durch Ihre Unterstützung in gemeinnützigen Einrichtungen zurück zu geben. Von „Entwicklungshilfe“ soll und darf hier nicht die Rede sein, sondern von einer Möglichkeit, sein Engagement im Geiste Europas an ein Land zurückzugeben, das den Europäern lange Zeit ein Ort des Schutzes und der Zuflucht war.

Die 50 EFD-Freiwilligen auf der Einführungswoche in Carlos Paz / Argentinien
Am 14. März kamen die Freiwilligen in Argentinien an. Die erste Woche verbrachten sie gemeinsam in Carlos Paz, wo sie alle an einer Einführungswoche teilnahmen. Neben intensivem Sprachunterricht haben sie auch Seminare zu argentinischer Geschichte, kulturellen Differenzen, Verhaltensweisen in den Organisationen und den Gastfamilien etc. besucht. Sie wurden hierdurch auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereitet, konnten erste Eindrücke von Argentinien und der argentinischen Lebensweise sammeln und sich auch untereinander besser kennenlernen.
Ab der zweiten Woche wurden die Freiwilligen in ihren Gastfamilien in und um Córdoba einquartiert und sie wurden von ihren Tutor/innen in ihren Projekten vorgestellt. Die sozialen Projekte in denen die Freiwilligen eingesetzt wurden, reichten von Reittherapie für geistig behinderte Kinder, über Bildungs-Stipendienprogramme für Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien, bis hin zu Aufklärungsprojekten im Bereich des Umweltschutzes oder Menschenrechte.
Unsere 50 EFD-Freiwilligen in Argentinien haben während ihrer Zeit in Cordoba die soziale Realität in Argentinien kennen gelernt: die Armutsprobleme, mit denen das südamerikanische Land konfrontiert ist, und die beeindruckend flexible, kreative und positive Art, mit der die Argentinier mit den Herausforderungen ihres Landes umgehen und den Alltag bewältigen. Sie haben Spanisch gelernt und viele neue Freunde – argentinische und deutsche – gewonnen. Auf den Rückkehrseminaren im November 2009 haben wir unsere Freiwilligen wieder getroffen und miterlebt, wie sehr sie von diesem Land und seinen Menschen schwärmen, sich aber auch kritisch mit Kultur und Problemen auseinandersetzen. In vielen Erfahrungsberichten, emails und auch persönlichen Treffen haben sie uns von ihren Erlebnissen in Argentinien berichtet: über die vielen persönlichen, interkulturellen und sprachlichen Herausforderungen, die sie während der Zeit gemeistert haben, und über die Erkenntnis der eigenen Kultur und der persönlichen Entwicklung; Für alle war der EFD in Argentinien ein unvergessliches Erlebnis, und viele von ihnen sprechen bereits über eine erneute Reise nach Südamerika im nächsten Jahr.
Fotopräsentation über den EFD in Argentinien (pdf, 82 MB)
Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.
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