|
Projekte in Nationalparks in Costa Rica
Nicht umsonst weist bereits der Name Costa Rica auf den Reichtum des Landes hin: Die Nationalparks, vor allem die an der Westküste gelegenen, sind Heimat von über 10.000 Pflanzenarten, 850 Vogel- und vielen anderen Tierarten. Costa Rica ist somit das Land mit der größten Artenvielfalt Mittelamerikas. Die Arbeit in den Nationalparks ist daher für das Land umso wichtiger, damit dieser Reichtum geschützt und erhalten werden kann. Eines der Hauptziele der Volunteerprojekte in den Nationalparks ist es, sowohl bei der einheimischen Bevölkerung als auch bei Touristen ein Bewusstsein für die Erhaltung der Natur zu schaffen.

Welche Arbeiten verrichten die Volunteers?
Viele der Arbeiten bestehen darin, dem Personal der Nationalparks bei der Pflege und Instandhaltung der Einrichtungen und Wege sowie bei den Touristenführungen zur Seite zu stehen. Außerdem können Sie sich in vielen Projekten direkt im Umweltschutz engagieren, z.B. bei der Schildkrötenzucht oder dem Zentrum zur Wiederansiedlung bedrohter Tierarten. Auch für Sie als Volunteer ist die Arbeit von großem Wert, da Sie bei den Tätigkeiten in der Natur und mit den Menschen auch viel über sich selbst lernen können. Das gemeinsame Arbeiten auf internationaler Ebene sowie der unmittelbare Zugang zu den Schätzen der Natur stellen eine unvergessliche Erfahrung dar. Die Projekte befinden sich teils im Inland und teils an den Küsten Costa Ricas.
Wir empfehlen, dass die Volunteers erst nach San José fliegen und zunächst 1-2 Tage in Heredia bleiben, wo sich das COINED-Büro befindet. Die Tutoren vor Ort helfen Ihnen bei der Organisation der Weiterreise mit dem Bus in Ihr Projekt in eines der Naturreservate.
Projektbeispiele:
Marino Ballena Nationalpark
Der Nationalpark an der südlichen Pazifikküste, 30 km von Uvita entfernt, widmet sich der Arterhaltung und dem Schutz der Nistbestände maritimer Spezies und Reptilen. Die Aufgabe der Volunteers besteht in der Unterstützung der Ranger, der Führung von Touristen sowie der Instandhaltung und Säuberung der Anlagen und des Strandes. Gemeinsam mit den Rangers teilen sich die Volunteers eine Unterbringung, in der auch die dreimal täglichen Mahlzeiten eingenommen werden.
Manuel Antonio Nationalpark
Wegen seiner atemberaubenden Landschaft ist der Manuel Antonio Nationalpark einer der größten Touristenattraktionen Costa Ricas. Er befindet sich in der Provinz Puntarenas, 7 km südlich von Quepos. Die Volunteers werden für die Instandhaltung der Infrastruktur, Fußwege und Brücken eingesetzt. Außerdem helfen sie bei der Touristenbetreuung und beim lokalen Bildungsprogramm mit. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern mit Telefon, Wasch- und Toilettenräumen.
Schutzprojekt für Meeresschildkröten in Buenavista Beach
Das Projekt zur Arterhaltung der Meeresschildkröten befindet sich an der nördlichen Pazifikküste von Costa Rica, ca. 4 km entfernt von dem kleinen Ort Samara. Es widmet sich zunächst der Beobachtung und Erforschung der Brutgewohnheiten, um die Schildkröten später besser schützen zu können. Die Volunteers erleben die Aufzucht der kleinen Schildkröten von Beginn an mit, da sie sich abgesehen von der Beschilderung und Säuberung des Strands fast nur um die Betreuung der Brutstätten kümmern und auch später bei der Freilassung dabei sind. Die Volunteers werden in einem Haus mit Telefon, sanitären Anlagen und Duschen, jedoch ohne Strom und Trinkwasser untergebracht. Dieses muss aus Samara sowohl für den Eigenbedarf als auch für die Gäste des Campingplatzes besorgt werden. Landestypische Mahlzeiten gibt es dreimal täglich.
Cabo Blanco Natur-Reservat
Das Naturreservat befindet sich in der Provinz Puntarenas, südlich der Halbinsel Nicoya. Aufgrund des Übergangs von trockenem zu feuchtem Klima hat sich im Regenwald von Cabo Blanco eine ganz besondere Artenvielfalt (z.B. Brüllaffe und der brauner Pelikan) entwickelt. Von den Volunteers wird erwartet, dass sie Einrichtungen, Wege und Brücken des Reservats instand halten. Ausserdem sind sie fuer die Pflege der Grünanlagen und des Strandes zuständig, welchen sie an ihrem freien Tag auch selbst genießen können.

|